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Migration von Tableau zu Power BI


Jan-Philipp WallekTableau hat die Business Intelligence Landschaft vieler Unternehmen geprägt. Die hohe Flexibilität von Tableau beim Erstellen von Visualisierungen, die intuitive Bedienbarkeit und das hervorragende Datenspeicherformat Tableau Hyper-Extract macht Tableau zu einer sehr guten Wahl für viele Self-Service-BI Anwendungsfälle.

Microsoft Power BI hat sich in den vergangenen Jahren jedoch als Konkurrent zu Tableau etabliert. Insbesondere für Unternehmen, die Microsoft 365 als Grundlage Ihrer Office-Infrastruktur nutzen kann ein Wechsel von Tableau zu Power BI sinnvoll sein.

Welche Vorteile bietet Power BI gegenüber Tableau?
  1. Integration ins Microsoft Umfeld – wie Azure Cloud Service und Office 365
  2. Power Query – Power BI bietet für die Datenaufbereitung umfangreichere Funktionen als Tableau Desktop
  3. Kosten – Bei großen Deployments ist Power BI merklich kostengünstiger als Tableau
  4. Niedrigschwelliger Einstieg - Erste Visualisierungen und Berichte sind aufgrund der Ähnlichkeit zu Excel für unerfahrene Anwender schnell und einfach erstellt
  5. Custom Visuals – Es können eine Vielzahl von leicht verwendbaren Visuals heruntergeladen werden (teilweise kostenpflichtig)
Welche Nachteile hat Power BI gegenüber Tableau?
  1. Performance – Tableau zeigt auch bei schlecht strukturierten Daten ohne Data Engineering-Aufwand eine gute Performance
  2. Cloudzwang – Tableau Server kann problemlos On-Premise installiert werden, Power BI nur mit Abstrichen
  3. Visualisierungsoptionen – Erfahrene Anwender können mit Tableau sehr ausgefeilte Visualisierungen erstellen
  4. Modulares Visualisierungskonzept– Workbooks, Dashboards und Stories erlauben in Tableau eine gute Kombinier- und Wiederverwertbarkeit von Visualisierungen
  5. Analysefunktionen – Wenn nicht die Betrachtung, sondern die iterative Analyse von Daten im Mittelpunkt steht, bietet Tableau bessere Möglichkeiten als Power BI

Für einen langjährigen Kunden der rheindata haben die Vorteile von Power BI überwogen. Im Rahmen eines sechsmonatigen Beratungsprojektes haben wir bei der Durchführung der Migration von Tableau zu Power BI unterstützt. Das Projekt umfasste die Migration einer dreistelligen Anzahl von Tableau Berichten in Power BI Reports, das Verfügbarmachen von Datenquellen für Power BI, sowie die (Um-)Schulung einer hohen zweistelligen Zahl neuer Power BI Anwender.

Key-Learnings aus einer Migration von Tableau zu Power BI
  • Bevor der visuelle Umzug im “Frontend” gestartet wird, sollte die Datenbereitstellung im “Backend” geprüft und für die Anforderungen von Power BI fit gemacht werden. Während Tableau sehr gut mit einer “flachen” Datenstruktur (große Tabellen, die alle relevanten Datenspalten enthalten) umgehen kann, ist für Power BI das klassische Star-Schema aus Fakten- und Dimensionstabellen vorzuziehen. Anpassungen an der Datenstruktur während der Berichtsmigration können aufwändige Änderungen an bereits migrierten Beichten nach sich ziehen.
  • Das hochoptimierte Tableau-Datenspeicherformat hyper-Extrakt ist in Power BI nicht verfügbar. Das Datenspeicherformat Power BI Import ist nicht gleichwertig. Es kann daher schwierig sein, die von Tableau gewohnte Performance in Power BI zu erreichen.
  • Eine 1-zu-1 Migration von Tableau zu Power BI ist in der Regel nicht möglich. Die sehr flexiblen Visualisierungsmöglichkeiten von Tableau bietet Power BI nicht an. Der daraus resultierende Aufwand für die Neu-Konzipierung von Visualisierungen und der damit verbundene Abstimmungsaufwand zwischen IT- und Fachabteilungen darf nicht unterschätzt werden.
  • Zeitgleich mit einem Umzug bietet es sich an, den Styleguide für alle bestehenden Berichte zu vereinheitlichen. Die Vorgaben für die Vereinheitlichung sollten aber zwingend vor Beginn der eigentlichen Migration festgelegt werden. Je genauer ein Styleguide von Beginn an definiert und getestet wurde, umso weniger Unstimmigkeiten und Änderungswünsche entstehen während der Migrationsphase.
  • Die künftigen Power BI–Anwender sollten frühzeitig mit in die Migration eingebunden werden. Wenn Power BI ein bisher unbekanntes Tool für die Anwender ist, ist es empfehlenswert, bereits in den ersten Wochen des Migrationsprojekts die Mitarbeiter zu schulen und ihnen erste Berührungspunkte mit dem neuen Tool geben. Dies kann zum Beispiel erfolgen, indem Mitarbeiter eigene Berichte selbstständig mit der notwendigen Unterstützung migrieren. Darüber hinaus sollte jedem neuen Power BI- Anwender ausreichend Zeit eingeräumt werden, um sich mit dem neuen Tool auseinander zu setzen.

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